25 Endemische Tiere in Kolumbien

Santa Marta brushfinch on a tree

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Die endemischen Arten Kolumbiens verstehen

Was sind endemische Arten? Es handelt sich dabei um Arten, welche in einem begrenzten geografischen Gebiet verbreitet sind, und dass sie in keinem anderen Teil der Welt natürlich vorkommen.

Viele endemische Arten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Vom Aussterben bedrohte Arten sind solche mit einer oder wenigen Populationen, Arten, die in reduzierten Lebensräumen leben, Arten, die stark vom Menschen bejagt werden, solche, die einen spezialisierten Lebensraum benötigen und/oder solche, die eine geringe Reproduktionskapazität haben.

Einige endemische Tiere in Kolumbien sind vom Lebensraumverlust betroffen, der durch menschliche Aktivitäten wie Landwirtschaft, Umweltverschmutzung, Viehzucht und menschliche Siedlungen verursacht wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, ihre Erhaltung zu fördern, da ihr Verschwinden nicht nur den Verlust einzigartiger Arten, sondern auch den Verlust ihres natürlichen Lebensraums und wichtiger Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen bedeuten könnte.

Laut dem Bulletin des Humboldt-Instituts über einzigartige Arten in Kolumbien:

In Kolumbien gibt es ungefähr 62.819 bekannte Arten, von denen 8.803 Arten endemisch sind, was 14% der Gesamtzahl der bekannten einzigartigen Arten in diesem Land entspricht. Dieser Prozentsatz könnte jedoch dank neuer wissenschaftlicher Expeditionen durch Kolumbien, die zur Entdeckung neuer Arten und sogar zur Neudefinition einiger bestehender Arten führen, auf 28 % steigen. Damit wäre Kolumbien nach Brasilien und Indonesien das Land mit der dritthöchsten Anzahl endemischer Arten der Welt.

In Kolumbien gibt es die folgenden biologischen Gruppen endemischer Arten:

  • 383 Pflanzenarten
  • 367 Amphibien
  • 350 Schmetterlinge
  • 311 Süßwasserfische
  • 115 Reptilien
  • 79 von Vögeln
  • 34 von Säugetieren

Wir haben eine Liste der 25 kuriosesten endemischen Arten ausgewählt, die man in Kolumbien finden kann.

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Endemische Tiere in Kolumbien

Schrecklicher Pfeilgiftfrosch

Wissenschaftlicher Name: Phyllobates terribilis
Gewöhnlicher Name: Schrecklicher Giftfrosch, Schrecklicher Blattsteiger, Gelber Blattsteiger, Goldener Giftfrosch, Zitronengelber Blattsteiger oder Goldener Blattsteiger
Lebensraum: Regenwälder der Departements Chocó, Cauca und Valle del Cauca an der Pazifikküste Kolumbiens.
Erhaltungszustand: Vom Aussterben bedroht.

Der Goldfrosch gilt als eines der giftigsten Tiere der Welt sowie als giftigster Frosch. Er kann allein mit seinem Gift bis zu zehn Menschen töten! Seine Farbe variiert zwischen gelb, orange und blassgrün. Der Frosch verwendet auch eine Strategie namens aposematische Färbung. Die leuchtenden Farben werden eingesetzt, um Raubtiere zu warnen, dass sie es mit einem giftigen Tier zu tun haben. Diese Art ernährt sich von Fliegen, Ameisen, Käfern, Termiten und Grillen.

Wenn diese Frösche jedoch in Gefangenschaft gezüchtet und von ihrer natürlichen Nahrungsquelle isoliert werden, sind sie harmlos und entwickeln kein Gift. Außerdem benötigen sie eine besondere Pflege, wie z. B. die Haltung bei einer Temperatur von maximal 20 °C. Dieser Frosch ist hitzeempfindlich und benötigt Feuchtigkeit. Seine natürliche Umgebung ist der Regenwald.

Diese Art ist für die Emberá-Indianer sehr wichtig, da sie seit Jahrhunderten das Gift benutzen, um die Spitze der Pfeile zu bestreichen. Diese werden dann mit Blasrohren zur Jagd auf ihre Nahrung verwendet. Der Name dieser Spezies kommt von diesen Pfeil-Praktiken.

Golden poison frog in the forest
Taken from: www.pixabay.com

Schwarzohr-Bunttangare

Wissenschaftlicher Name: Chlorochrysa nitidissima
Gewöhnlicher Name: Schwarzohr-Bunttangare
Lebensraum: Wälder der zentralen und westlichen Kordilleren der Anden Kolumbiens
Erhaltungszustand: Nahezu bedroht

Dieser Vogel ist durch seine vielfältigen Farben bei Männchen und Weibchen auffällig. Männchen zeichnen sich durch einen leuchtend gelben Kopf und Rücken, eine gold-orangefarbene Kehle und etwas Schwarz, Rot und Blau am restlichen Körper aus. Die Weibchen sind ähnlich, aber mit stumpferen Farben und hauptsächlich grün.

Diese Art ernährt sich von Baumfrüchten und Insekten wie Larven und Raupen. Die Schwarzohr-Bunttangare ist in den Wäldern der Departements Cauca, Valle del Cauca, Chocó, Quindío, Risaralda, Caldas und Antioquia verbreitet. Möchte man diesen schönen Vogel sehen, kann man den regionalen Naturpark Ucumarí besuchen, der sich im Departement Risaralda zwischen den Gemeinden Santa Rosa de Cabal und Pereira befindet.

Der beste Ort um den Schwarzohr-Bunttangare zu fotografieren, ist bei Kilometer 18 nahe Cali, wo sich der AICA Bosque de Niebla San Antonio befindet, der die Bunttangare als Flaggschiffvogel bewirbt. Er wird derzeit als nahezu bedroht eingestuft, da seine Population sehr klein ist und diese sich in kleine Unterpopulationen aufteilen, die aufgrund des Lebensraumverlustes aber zurückgehen.

Multicolored tanager on a bench
David Monroy, via Ebird.org

Anolis gorgonae

Wissenschaftlicher Name: Anolis gorgonae
Allgemeiner Name: Anolis gorgonae
Lebensraum: Insel Gorgona
Erhaltungszustand: Gefährdet

Dieses kleine Reptil zieht wegen seiner leuchtend blauen Farbe die Aufmerksamkeit der Forscher auf sich. Die Eidechse hält sich meist an Baumstämmen auf und ist etwas schwer zu erkennen. Sie ist aufgrund der Einführung von andern Arten, wie dem Western Basilisk (Basiliscus galeritus) und auch aufgrund der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums beim Bau des Gefängnisses von Gorgona Mitte der 1950er Jahre als gefährdet eingestuft.

Experten wie Margarita Ramos von der Princeton University und Nicolás Urbina von der National University of Mexico haben Studien über die blaue Echse in ihrem natürlichen Lebensraum durchgeführt. Beide Studien sind sich einig, dass es sehr schwierig ist, genaue Populationsdaten zu finden, da Margarita nur sieben Eidechsen und Nicolás nur zwei während seines Aufenthalts auf der Insel gefunden hat.

Ein weiterer möglicher Grund für den Schutzstatus dieser Art ist die übermäßige Bejagung, da dieses schöne Tier wegen seiner einzigartigen und exotischen blauen Farbe die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich gezogen hat.

Lagarto azul de Gorgona on a rock
Diego Gómez, CC BY-NC 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/, via Flicker

Weißfußtamarin

Wissenschaftlicher Name: Saguinus leucopus
Allgemeiner Name: Weißfußtamarin oder Weißfußaffe
Lebensraum: Trockene tropische und feuchte tropische Wälder. In den kontinentalen Regionen der Anden und der Karibik, speziell in den Departments Antioquia, Bolivar und Tolima.
Erhaltungszustand: Gefährdet

Das graue Seidenäffchen ist sogar kleiner als eine Hauskatze, mit einer Körperlänge von 23 bis 25 Zentimetern und einem Gewicht von etwa einem halben Kilogramm. Wie Klammeraffen sind Weißfußtamarin Samenverbreiter in verschiedenen Teilen des Waldes. Diese Primaten sind tagaktiv und sehr wendig, sie bewegen sich ständig durch die Bäume und können bis zu 4 Meter weit springen. Sie sind eine der wenigen Arten, die in der Lage sind, sich an vom Menschen veränderte Lebensräume anzupassen.

Ein Beispiel für die Zerstörung des natürlichen Lebensraums findet man zum Beispiel bei der Autobahn Bogotá-Medellín, wo die Gemeinde Victoria im Departement Caldas verbunden wird. Während der Fahrt erkennt man, dass der einst tropische Wald und die Heimat des grauen Weißfußtamarin, heute der Viehzucht und dem Ackerbau dient.

Obwohl diese Art in fragmentierten oder degradierten Lebensräumen überlebt hat, braucht es Strategien zur Erhaltung der heute vom Aussterben bedrohten Art. Die Äffchen werden ebenfalls aufgrund des schönen silberbraunen Fells von vielen Tierhändlern gejagt und werden später als Haustiere verkauft.

White-footed tamarin on a bench
Petruss, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Blauschulter-Andenkolibri

Wissenschaftlicher Name: Coeligena prunellei
Gebräuchlicher Name: Blauschulter-Andenkolibri, Mohrenmusketier
Lebensraum: Feuchte montane Wälder in den Departements Santander, Boyacá und Cundinamarca
Erhaltungszustand: Gefährdet

Dieser Vogel misst ca. 14 cm und wiegt bis zu 6,7g. Diese Art besitzt wunderschöne Farben, die in den Wäldern auffallen. Der Kolibri ist meist schwarz mit weißen Teilen an den Seiten der Brust, die Schultern sind blau schillernd und die Beine variieren zwischen rot und rosa. Wegen seiner Schönheit wurde er zum symbolischen und emblematischen Vogel der Gemeinde Arcabuco in Boyacá erklärt, daher einer seiner gebräuchlichen Namen.

Für die Sichtung empfehle ich einen Besuch im Naturreservat Rogitama im Departement Boyacá. Im Naturreservat in der Gemeinde Arcabuco findet man den Vogel einfach, da die lokalen Einwohner viele Bäume und Sträucher gepflanzt haben, die zur Erholung dieser Art beigetragen haben.

Einige andere Orte, an denen man den Blauschulter-Andenkolibri finden kann, sind das regionale Naturreservat Laguna de Pedro Palo, das sich im Departement Cundinamarca befindet und das Reservat Chachalú in Santander.

Black inca eating
Phillip Edwards, via www.Ebird.org

Valle del Cauca Giftfrosch

Wissenschaftlicher Name: Andinobates bombetes
Allgemeiner Name: Valle del Cauca Giftfrosch
Lebensraum: Wälder im Valle del Cauca, Departements Quindío und Risaralda.
Erhaltungszustand: Gefährdet

Diese kleine Amphibie misst 17 mm (Männchen) und 18 mm (Weibchen). Sie zeichnet sich durch ihre auffälligen Farben wie gelb, rot oder blau mit schwarzen Streifen aus. Einige haben ein wenig Rot auf der Oberseite des Kopfes, die Seiten des Körpers sind schwarz mit kleinen Flecken, die von weiß, gelb oder grün variieren.

Forscher der Wildlife Conservation Society Colombia (WCS) führten eine Studie an 69 Fröschen in den Wäldern Kolumbiens durch und fanden heraus, dass ihre Hauptnahrung Ameisen und Milben sind, von denen man annimmt, dass sie ihnen die Entwicklung ihres Giftes ermöglichen.

Obwohl diese Art giftig ist, ist sie aufgrund ihrer geringen Größe nicht tödlich, obwohl die Reaktion auf ihr Gift vom jeweiligen Organismus abhängt. Frösche sind tagaktiv und verteidigen sich mit ihrem Gift gegen Fressfeinde.

Cauca poison frog
Diego Gómez, CC BY-NC 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/, via Flicker

Blassstirnkolibri

Wissenschaftlicher Name: Anthocephala floriceps
Gebräuchlicher Name: Blassstirnkolibri
Lebensraum: Feuchte und trockene Wälder der Sierran Nevada de Santa Marta
Erhaltungszustand: Gefährdet

Dieser Vogel kann bis zu 8,4 cm lang und sein Schnabel bis zu 13 mm lang werden. Die Weibchen erkennt man an der kastanienfarbenen Krone, die Männchen an der rötlichen Krone. Das Gefieder auf dem Rücken ist leuchtend grün, der mittlere Teil des Schwanzes ist bronze-grün und die Spitze ist leicht weiß.

Diese Art ernährt sich von Waldblumen. Eine der Hauptbedrohungen ist die Zerstörung des Waldes durch illegalen Anbau und das Versprühen von Herbiziden. Glücklicherweise wurden Schutzinitiativen vorgeschlagen, wie z. B. die Einrichtung der Important Bird Conservation Areas (IBAs) von San Salvador und Valle del Río Frío als Schutzgebiete und die Überwachung der Populationen dieser Art.

Einer der besten Orte zur Sichtung ist das Vogelschutzgebiet El Dorado in Magdalena. Der Kolibri wandert jedoch und ist nicht immer vor Ort anzutreffen.

Santa Marta blossomcrown on a tree
Nigel Voaden. via www.Ebird.org

Riesiger Magdalena-Glasfrosch

Wissenschaftlicher Name: Ikakogi tayrona
Gewöhnlicher Name: Riesiger Magdalena-Glasfrosch
Lebensraum: Wälder der Sierra Nevada de Santa Marta im Departamento Magdalena
Erhaltungszustand: Gefährdet

Diese Amphibien können eine Länge von bis zu 30 mm erreichen. Ihr Kopf ist groß und ihr Körper ist grün bis blassgrün gefärbt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Wälder mit Vegetation in der Nähe von Wasser.

Die Hauptbedrohungen für diese Art sind Wasserverschmutzung, landwirtschaftliche Aktivitäten in ihrem Lebensraum und die Nutzung biologischer Ressourcen wie z. B der Holzschlag. Glücklicherweise gibt es einige Gebiete, in denen diese Art geschützt wird, wie z. B. das Naturreservat El Dorado und der Nationalpark Sierra Nevada de Santa Marta.

Glass frog in Colombia
JurriaanH / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Lisztaffe

Wissenschaftlicher Name: Saguinus oedipus
Gebräuchlicher Name: Lisztaffe
Standort: Überschwemmte Wälder der Atlantik- und Bolivar-Region.
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht.

Diese Affenart zeichnet sich durch einen Kamm aus weißen Haaren aus, der den Kopf umgibt. Sie fressen gerne Insekten, Früchte, Nektar, Blätter und Eidechsen. Sie haben auch ihre eigene Art zu kommunizieren, nämlich durch 39 Laute mit unterschiedlichen Kombinationen. Diese funktionieren wie ein Alarm, der den Klang je nach Raubtier verändert, d.h. der Klang variiert je nachdem, ob das Raubtier ein Vogel oder ein Landtier ist.

Die Äffchen sind immer auf der Hut vor möglichen Raubtieren. In der Nacht organisieren sie sich, dass jeweils einer Wache hält und vor Gefahren warnt. Lisztaffen neigen dazu, eng zusammenzuhalten. Sie arbeiten zusammen, einschließlich der Eltern, des Nachwuchses und manchmal anderer Individuen, die in die Gruppe einwandern, um Nahrung zu finden und sich gegen Raubtiere wie Schlangen, Falken und Großkatzen zu verteidigen.

Interessanterweise gebären die Weibchen in der Regel während der Regenzeit (März bis Mai und September bis November), wenn die Früchte am reichlichsten sind. Dies, da sie viel Energie zum Säugen und Versorgen ihrer Jungen benötigen. Nur das vorherrschende Weibchen in der Gruppe kann Nachwuchs gebären. Wenn sie dann stirbt, wird die älteste Tochter oder diejenige mit dem höchsten Rang fruchtbar und übernimmt die vorherrschende Rolle.

Tití Cabeciblanco

Kolumbianischer Wollaffe

Wissenschaftlicher Name: Lagothrix lugens
Gebräuchlicher Name: Kolumbianischer Wollaffe
Lebensraum: Östliche Llanos-Wälder
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Der Wollaffe ist dafür bekannt, dass er einen robusten Körper hat, ein weiches Fell, das zwischen schwarz, braun und grau variiert. Er besitzt einen muskulösen Schwanz und einige Teile seines Körpers wie Kopf, Schwanz und Bauch sind dunkler gefärbt. Diese Art ernährt sich von Nektar, Rinde, Blüten und allen Früchten, die auf Bäumen zu finden sind.

Dieser Primat kann vom Kopf bis zum Schwanz bis zu 1,3 Meter messen und sein Gewicht schwankt zwischen 5 und 10 Kilogramm. Wollaffen sind im unteren Guayabero selten, kommen aber in der Serranía de la Macarena häufiger vor. Sie werden als stark gefährdet eingestuft, vor allem wegen des Verlusts ihres Lebensraums und der Jagd.

Wenn Sie einen näheren Blick auf dieses erstaunliche Tier werfen wollen, empfehle ich Ihnen, das Reservat Isla Escondida im Departement Putumayo zu besuchen oder Sie können auch die Finca El Porvenir im Departement Caquetá besuchen, wo man diesen wunderbaren Primaten besser kennen lernen kann. In ihrem natürlichen Lebensraum sind diese Affen jedoch sehr schwer zu sehen.

Colombian woolly seated on the grass
T-34-85, CC0, via Wikimedia Commons

Goldkopf-Buschammer

Wissenschaftlicher Name: Atlapetes flaviceps
Gewöhnlicher Name: Goldkopf-Buschammer
Standort: Einige Regionen in den zentralen und westlichen Kordilleren der kolumbianischen Anden
Erhaltungszustand: Nahezu bedroht

Diese Vogelart zeichnet sich durch die verschiedenen Gelbtöne aus, die sie am ganzen Körper aufweist. Der Kopf besitzt ein wenig Grün und Gelb. Die Kehle, das Kinn und die Augenkontur sind hellgelb und der Rest des Gefieders ist mit einem dunkleren Gelb hervorgehoben.

Diese Art misst etwa 18 cm in der Länge. Es gibt Aufzeichnungen über sein Vorkommen speziell im Tal des La Plata-Flusses im Departement Huila und in einigen Teilen des Departements Tolima, wie dem Coello-Flussbecken, Juntas, der Gemeinde Roncesvalles und dem Toche-Fluss. Wenn man diesen schönen Vogel sehen will, empfehle ich in die oben genannten Gebiete Kolumbiens zu reisen.

Der Goldkopf-Buschammer ist im Allgemeinen mit anderen Vogelarten auf Nahrungssuche. Man findet diese häufig in degradierten Wäldern, Buschland und Arrakacha-Kulturen. Derzeit ist er aufgrund des Lebensraumverlustes durch Aktivitäten wie Ackerbau und Viehzucht als nahezu bedroht eingestuft.

Yellow-headed brushfinch on a bench
Robert Lewis, via www.Ebird.org

Türkispitpit

Wissenschaftlicher Name: Dacnis hartlaubi
Gewöhnlicher Name: Türkispitpit
Standort: Wälder, Plantagen und Waldgebiete in den Departements Valle de Cauca, Huila, Quindío, Antioquia, Risaralda, Cundinamarca, Boyacá und Santander.
Erhaltungszustand: Gefährdet

Es ist ein Vogel von ca. 11 cm Länge. Weibchen und Männchen haben sehr unterschiedliche körperliche Merkmale. Zum Beispiel hat das Weibchen eine lindgrüne Farbe am ganzen Körper, außer dem Kopf, der meist blau ist. Das Männchen hingegen hat am ganzen Körper ein türkisblaues Gefieder mit schwarzen Partien um die Augen, die einer Maske ähneln, sowie auf einem Teil der Flügel und des Schwanzes.

Dieser Vogel frisst sehr gerne Früchte und man kann ihn im Regionalen Naturpark Serranía de las Quinchas sehen. Dieser Park erstreckt sich am rechten Ufer des Magdalena-Flusses zwischen den Gemeinden Boyacá und Otanche. Ich empfehle auch einen Besuch im Cielo Azul Warbler Reserve der ProAves Stiftung im Departement Santander oder im Botanischen Garten der Technologischen Universität von Pereira, um diesen endemischen kolumbianischen Vogel zu sehen.

Der Türkispitpit wurde von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet eingestuft. Sein Lebensraum ist stark fragmentiert. Die geschätzte Population zählt zwischen 2.500 bis 10.000 Individuen.

Turquoise dacnis on a bench
Villamaria Upegui, via www.Ebird.org

Magdalena-Streifenwels

Wissenschaftlicher Name: Pseudoplatystoma magdaleniatum
Gewöhnlicher Name: Magdalena-Streifenwels
Lebensraum: Flüsse und Überflutungslagunen
Erhaltungszustand: Bedroht

Die Durchschnittsgröße dieser Art liegt bei 57 cm Länge, allerdings kann dieser Fisch eine Gesamtlänge von 100 cm erreichen. Weibchen sind im Allgemeinen größer als Männchen. Er zeichnet sich durch einen weißen Bauch, einen grauen Rücken und etwas Schwarz in einer Art Streifen aus, die seinen Körper durchziehen.

Man findet sie in Süßgewässern und in tropischem Klima, speziell im Becken der Flüsse Magdalena, Cauca und Nechi. Dieser Fisch ist in Kolumbien wichtig, da er nicht nur Teil der Artenvielfalt ist, sondern auch etwa 800 Fischerfamilien davon profitieren.

Dieser Fisch wurde als einzigartig im Land eingestuft und erregte so viel Aufmerksamkeit bei Wissenschaftlern, dass sie daran dachten, ihn als nationales Symbol zu deklarieren. Derzeit ist der Streifenwels aufgrund der hohen kommerziellen Nachfrage mit einer massiven Befischung konfrontiert. Dies ist besorgniserregend, da in einigen Regionen die Fischereikontrollen nicht eingehalten werden. Dies könnte zum Verschwinden dieses interessanten Tieres führen.

Pseudoplatystoma magdaleniatum
Vassil, CC0, via Wikimedia Commons

Sabanera-Schlange

Wissenschaftlicher Name: Atractus crassicaudatus
Gebräuchlicher Name: Sabanera-Schlange
Lebensraum: Gewässer in Boyacá, Cundinamarca, Meta und Santander.
Erhaltungszustand: Wenig bedenklich

Die Sabenera Schlange ist ungiftig und wird bis zu 40 cm lang. Man findet sie vor allem in kalten Klimazonen wie Bogotá. Sie ist meist schwarz gefärbt, hat aber manchmal auch einige rote und gelbe Teile. Die Hauptnahrung sind Würmer und Arthropoden. Die Weibchen legen ihre Eier zwischen Oktober und Dezember meist zwischen Steinen, Baumstämmen oder unter der Erde ab.

Die Muisca-Indianer betrachteten diese Tiere als heilig, so wurden diese nicht aus ihrem Lebensraum vertrieben. Es war ein Symbol der Weisheit, das die Verwandlung der Göttin darstellte, die auf die Erde kam und dann in Form einer Schlange zu den Gewässern zurückkehrte. Leider sind jedoch viele dieser Arten, die den Ureinwohnern heilig waren, verschwunden oder stehen kurz davor, als gefährdet eingestuft zu werden.

An den folgenden Orten kann man diese Reptilien finden:

  • Feuchtgebiet Humedal-Pantano La Libélula
  • Torca-Guaymaral-Feuchtgebiet
  • Capellanía Feuchtgebiet
  • Tibabuyes Feuchtgebiet
  • La Conejera Feuchtgebiet
Thickhead ground snake on dry grass
Alejandro Montañez Mendez, CC BY-NC 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/, via Flicker

Braunachselstärling

Wissenschaftlicher Name: Macroagelaius subalaris
Gebräuchlicher Name: Braunachselstärling
Lebensraum: Östliche Kordillere der Anden Kolumbiens
Erhaltungszustand: Bedroht

Das Gefieder dieses Vogels ist matt bläulich schwarz, der Schnabel ist schwarz und der Schwanz ist leicht gerundet. Er wurde in begrenzten Gebieten in den Departements Boyacá, Cundinamarca und Santander gefunden, speziell im Norden und Osten von Bucaramanga, wo man noch Primärwald findet.

Der Braunachselstärling ernährt sich hauptsächlich von Heuschrecken, Grillen und Käfern. In vielen Fällen lebt er mit anderen Arten wie Amseln, Spechten und anderen Kleinvögeln zusammen. Die Tiere leben in der Regel in Gruppen von 6 bis 18 Artgenossen. Die durchschnittliche Größe der Weibchen beträgt 30 cm, während die Männchen 20 cm groß sind.

Man findet die Spezies in den Reservaten Soatá in Boyacá und Cielo Azul Warbler, welches sich in der Gemeinde San Vicente de Chucurí im Departement Santander befindet.

Colombian mountain grackle on a mossy branch
Herman Amaya, via www.Ebird.org

Mesoclemmys dahli

Wissenschaftlicher Name: Mesoclemmys dahli
Gebräuchlicher Name: Mesoclemmys dahli
Lebensraum: Gewässer und tropische Trockenwälder in den Departements Atlántico, Bolívar, Cesar, Córdoba, Magdalena und Sucre.
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Die Schildkröten-Männchen sind daran zu erkennen, dass sie einen längeren und dickeren Schwanz haben, während sich die Weibchen durch einen breiteren Kopf auszeichnen. Die Beine und der Schwanz variieren zwischen grau und braun und sind unten etwas heller. Ihr Verteidigungsmechanismus besteht darin, einen unangenehmen Geruch zu erzeugen, man sollte den Schildkröten also nicht zu nahekommen.

Die Tiere bewohnen hauptsächlich Teiche, Bäche, Feuchtgebiete und Sümpfe. Manchmal halten sich die Schildkröten in Baumwurzeln, Löchern oder dornigen Sträuchern auf, wenn die Gewässer absinken.

Leider verschwindet ihr Lebensraum durch die Abholzung der Wälder. Die Fragmentierung ihres Lebensraums führt zur Bildung von kleinen Gruppen oder Populationen mit wenigen Mitgliedern, was ihre genetische Vielfalt beeinträchtigt.

Blaulappenhokko

Wissenschaftlicher Name: Crax alberti
Gewöhnlicher Name: Blaulappenhokko
Lebensraum: Von der Sierra Nevada de Santa Marta bis zum unteren Magdalena-Flussbecken.
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Der Hühnervogel namens Blaulappenhokko zeichnet sich durch einen lockigen Kamm, der bis zum Nacken reicht und einen außergewöhnlichen blauen Schnabel aus. Seine Größe variiert zwischen 82 und 92 cm Länge. Die vorherrschende Körperfarbe ist schwarz, mit etwas Weiß auf dem Bauch und der Schwanzspitze. Diese Art wurde im unteren Cauca, den Oberläufen der Flüsse San Jorge und Sinú und auch in der Serranía de Jacinto gefunden.

Dieses Tier mag Früchte, Regenwürmer und einige Insekten. Es neigt auch dazu, Sandkörner zu fressen, die als Mineralzusatz und zur Unterstützung der Verdauung dienen. Er gilt als Einzelgänger, wird aber manchmal in Paaren oder Familiengruppen angetroffen.

Der Vogel ist dafür bekannt, glänzende Objekte zu fressen.

Blue-billed curassow on dry grass
Janos Olah, via www.Ebird.org

Blaubauchkolibri

Wissenschaftlicher Name: Lepidopyga lilliae
Gewöhnlicher Name: Blaubauchkolibri
Lebensraum: Karibische Küste im Norden Kolumbiens
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Die durchschnittliche Größe des Blaubauchkolibri beträgt 8 bis 9 cm, sein Gewicht liegt bei etwa 4,3 g und sein kleiner Schnabel misst etwa 1,5 cm. Diese Art ist bekannt für ihre schönen Farben, die beim Weibchen und beim Männchen unterschiedlich sind.

Das Weibchen ist daran zu erkennen, dass auf der Oberseite ein helles Grün dominiert, an den Seiten und auf der Brust ein wenig helles Blau, der Schwanz ein wenig Grün und Schwarz. Im Gegensatz dazu hat das Männchen ein auffälliges Blaugrün auf dem Scheitel, Nacken und Rücken, schillernder Purpur auf der Kehle und leuchtendes Blau auf der Unterseite.

Der Blaubauchkolibri ist charakteristisch ein Einzelgänger, aber auch etwas aggressiv bei der Nahrungssuche und setzt seinen Schnabel zum Kampf um Nahrung ein. Die Kommunikation mit seinen Artgenossen findet über das Summen seiner Flügel statt. Er ist derzeit aufgrund des Verlustes seines Lebensraumes stark gefährdet.

Sapphire-bellied hummingbird on a branch
Dusan Brinkhuizen, via www.Ebird.org

Antioquia-Sackflügelfledermaus

Wissenschaftlicher Name: Saccopteryx antioquensis
Gewöhnlicher Name: Antioquia-Sackflügelfledermaus
Lebensraum: Wälder, Höhlen und unterirdische (nicht-aquatische) Lebensräume des Departements Antioquia
Erhaltungszustand: Vom Aussterben bedroht.

Diese Art kann bis zu 54 mm lang werden, ihre Ohren messen 11 bis 13 mm und ihre Zähne sind in der Regel klein und fein. Sie kann von anderen Fledermausarten unterschieden werden, weil sie keine weißen Linien auf dem Rücken hat. Ihr Fell ist dick, meist dunkelbraun und das Gesicht ist unbehaart.

Die Antioquian-Sackflügler-Fledermaus sucht in offenen Wäldern und entlang von Flüssen nach Insekten. Diese Art wurde zum ersten Mal 1996 an der Wand einer Kirche in der Gemeinde Sonsón gesichtet, die zweite wurde im selben Jahr in der Gemeinde San Luis de Colombia entdeckt.

Sie wurde als gefährdet eingestuft, da sich ihr Lebensraum durch Landwirtschaft, Bergbau und menschliche Freizeitaktivitäten verkleinert hat.

Magdalenatapaculo

Wissenschaftlicher Name: Scytalopus rodriguezi
Gewöhnlicher Name: Magdalenatapaculo
Lebensraum: Feuchte montane Wälder
Erhaltungszustand: Bedroht

Der Magdalenatapaculo wurde 2005 als neue Art ausgewiesen. Der Vogel ist ca. 11,5 cm lang und wiegt bis zu 22 g. Er zeichnet sich durch seine meist dunkle Färbung aus; sein Schnabel ist dunkelschwarz, seine Beine sind braun und der restliche Körper ist überwiegend dunkelgrau mit etwas Braun.

Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten und bewegt sich gerne in Wäldern in geringer Höhe oder am Boden. Diese Art wurde im Norden des Departements Santander und im Departement Huila gefunden, wo man für die Beobachtung das Naturreservat Meremberg besuchen kann.

Die Hauptbedrohungen für den Magdalenatapaculo sind Landwirtschaft, Aquakultur und die Nutzung biologischer Ressourcen wie die Holzgewinnung.

Magdalena tapaculo on a branch
Dubi Shapiro, via www.Ebird.org

Malpelo Eidechse

Wissenschaftlicher Name: Diploglossus millepunctatus
Allgemeiner Name: Malpelo Eidechse
Standort: Isla de Malpelo im Departement Valle del Cauca
Erhaltungszustand: Wenig besorgniserregend

Es ist eine sehr kleine, harmlose Art, die zwischen 180 mm und 360 mm groß werden kann. Die Eidechse kann zur Verteidigung den Schwanz abwerfen. Die gefleckte Eidechse wedelt mit dem Schwanz als Ablenkungsmechanismus, so dass der Angriff auf die am wenigsten letale Stelle des Körpers abgelenkt wird. Keine Sorge! Wie bei fast allen Eidechsen und Echsen wächst der Schwanz wieder nach, aber vielleicht etwas dünner und in einer anderen Farbe. Interessant, nicht wahr?

Die Hauptnahrung sind Insekten, Würmer und Seekrabben. Man hat auch schon Federn in Mägen der Echse gefunden. Diese Tiere findet man überall auf der Insel Malpelo und die Echsen gelten als gute Schwimmer.

Malpelo galliwasp on a rock
Daniel Vásquez-Restrepo, CC BY-NC-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/, via Flicker

Malpelo Krabbe

Wissenschaftlicher Name: Johngarthia malpilensis
Gewöhnlicher Name: Malpelo Krabbe
Standort: Insel Malpelo im Departement Valle del Cauca
Erhaltungszustand: Nicht bewertet

Bei dieser Art gibt es einen Gewichts- und Größenunterschied zwischen den Geschlechtern. Weibchen können bis zu 65 mm breit werden und bis zu 93 g wiegen. Die Männchen sind bis zu 82 mm groß und wiegen bis zu 180 g. Die Farben variieren hauptsächlich zwischen Orange und Rosa oder Rosa mit etwas Blaugrün.

Man kann diese Art in den meisten Teilen der Insel Malpelo finden, außer in sehr steilen Gebieten oder bei Klippen. Diese Krabben sind Landtiere und können nicht schwimmen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Algen, Insekten, Exkrementen, Eidechsen, Vogelfedern und während der Brutzeit auch aus einigen Eiern anderer Arten. Erwachsene Krabben sind in der Regel während der Nacht bis zum frühen Morgen am aktivsten.

Anolis agassizi

Wissenschaftlicher Name: Anolis agassizi (syn. Dactyloa agassizi)
Gewöhnlicher Name: Anolis agassizi
Standort: Isla de Malpelo im Departement Valle del Cauca
Erhaltungszustand: Wenig bedenklich

Auf der Insel Malpelo findet man diese Echse vom Meeresspiegel bis zu den höchsten Gipfeln. Wie bei der Malpelo-Krabbe gibt es auch bei der Malpelo-Eidechse einen Größen- und Gewichtsunterschied zwischen den Geschlechtern. Die Männchen erreichen eine Größe von 105 mm bis 114 mm, während die Weibchen durchschnittlich 85 mm und maximal 87 mm erreichen können.

Die Eidechse ernährt sich normalerweise hauptsächlich von Ameisen und Käfern, frisst aber manchmal auch Schnecken, Krebse, Zecken, Spinnen und Insekten wie Grillen, Raupen und Fliegen. Ihr Hauptfeind sind Vögel. Diese Eidechsen können ebenfalls ihre Schwänze abwerfen, welche nach einer Weile nachwachsen.

Anolis agassizi on a rock
Maria del Rosario Castañeda, CC BY-NC-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/, via Flicker

Lehmans Giftfrosch

Wissenschaftlicher Name: Oophaga lehmanni
Gewöhnlicher Name: Lehmans Giftfrosch
Standort: Die Westhänge der Cordillera Occidental im Valle del Cauca und Chocó.
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Bekannt für seine exotischen Farben, ist sein Körper meist braun oder schwarz und die breiten Bänder quer über seinen Körper können zwischen rot, gelb und orange variieren. Diese Art ist meist einzelgängerisch, tagaktiv und versammelt sich nur zur Paarung mit anderen Exemplaren.

Während der Brutzeit suchen die Männchen in der Regel einen geeigneten Platz für das Weibchen zur Eiablage, meist an feuchten Stellen oder auf niedrigen Ästen. Sie geben dann hohe Töne von sich, um Aufmerksamkeit zu erregen und von den Weibchen ausgewählt zu werden.

Die leuchtenden Farben dieser Art dienen als Abwehrmechanismus und als Warnung, dass man es mit einem giftigen Tier zu tun hat. Die Stoffe in ihrem Gift können starke Schmerzen und Schwellungen verursachen, daher ist Vorsicht geboten.

Der Lebensraum dieser Froschart ist sehr klein und sie ist durch die Abholzung der Wälder stark betroffen. Diese Tiere sind aufgrund ihrer exotischen Schönheit zudem im Visier von Tierhändlern.

Brustfleck-Buschammer

Wissenschaftlicher Name: Arremon basilicus
Gewöhnlicher Name: Brustfleck-Buschammer
Lebensraum: Feuchte montane Wälder
Erhaltungszustand: Nahezu bedroht

Weibchen und Männchen sind sich bei dieser Vogelart sehr ähnlich. Sie können bis zu 19 cm lang werden, ihre Schnäbel sind sehr lang und ihre Gesichter sind schwarz. Die Kehle ist leicht weiß, der Schwanz und die Flügel sind olivgrün und der Rest des Körpers ist grau mit Braun. Diese Art ist in der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens endemisch, wo die Wälder zwischen 600 und 2800 Metern über dem Meeresspiegel liegen.

Diese Vögel sind meist allein oder paarweise anzutreffen. Obwohl kein Rückgang der Population festgestellt wurde, geht man davon aus, dass sie aufgrund von Lebensraumzerstörung rückläufig ist. Gebiete der Sierra Nevada de Santa Marta werden durch illegale landwirtschaftliche Aktivitäten, Abholzung, Holzschlag und Verschmutzung beeinträchtigt.

Santa Marta brushfinch on a tree

Caqueta-Springaffe

Wissenschaftlicher Name: Callicebus caquetensis
Gebräuchlicher Name: Caqueta-Springaffe
Lebensraum: Feuchte Wälder zwischen den Flüssen Caquetá und Orteguaza.
Erhaltungszustand: Kritisch bedroht

Dieses Tier zeichnet sich durch sein üppiges, rötlich gefärbtes Fell aus, hauptsächlich am Hals und ein Teil des Schwanzes ist schwarz mit etwas Weiß. Sie sind normalerweise in kleinen Gruppen von 3 bis 6 Mitgliedern organisiert. Ihre bevorzugte Nahrung sind Früchte, Insekten und Blumen. Die Jungtiere dieser Art werden normalerweise im Januar geboren, obwohl auch einige schon im Dezember zur Welt kommen.

Seidenäffchen wählen einen Partner für den Rest des Lebens. Sie neigen auch dazu, ihre Schwänze zu verflechten. Romantisch, nicht wahr? Da diese Art nur ein kleines und begrenztes Gebiet bewohnt, ist sie vom Aussterben bedroht. Tatsächlich wurden diese Primaten in Rekordzeit für gefährdet erklärt.

In der Vergangenheit war es für Wissenschaftler schwierig, diese Art zu analysieren und zu klassifizieren, da es aufgrund des bewaffneten Konflikts nicht möglich war, die Gebiete in Caquetá zu erreichen. Als sich die Situation in Kolumbien jedoch verbesserte, untersuchten Experten diese Art und bald darauf wurde sie als kritisch gefährdet eingestuft. Dies war vor allem auf den Verlust von Tausenden von Hektar Wald und landwirtschaftlichen Aktivitäten zurückzuführen.

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